Die Beschneidung bei Kindern mit Stapler wird bei der Behandlung von Phimose und rezidivierenden Entzündungen der Vorhaut in Betracht gezogen. Eine in der Fachzeitschrift Urology veröffentlichte randomisierte klinische Studie verglich die modifizierte Beschneidung mit einem Einweg-Stapler (DCSD) mit der klassischen Methode der dorsalen Inzision bei 284 Jungen, die aus medizinischen Gründen operiert wurden.
Methodik: 284 Kinder, medizinische Indikationen, Randomisierung
In die Studie wurden Jungen im Alter von 7–16 Jahren (Durchschnitt 9,7) aufgenommen, die in den Jahren 2017–2018 aus medizinischen Gründen operiert wurden: Phimose, rezidivierende Entzündung der Eichel und Vorhaut, überschüssige Vorhaut. Die Patienten wurden randomisiert zugeordnet:
- Stapler-Gruppe (DCSD, modifiziert) – n=144,
- klassische Gruppe (dorsale Inzision, Elektrokoagulation, resorbierbarer Faden) – n=140.
Die Studie erhielt die Zustimmung der Ethikkommission und die schriftliche Einwilligung der Eltern/Erziehungsberechtigten. Alle Eingriffe wurden von zwei erfahrenen Urologen in Lokalanästhesie durchgeführt.
Ergebnisse: schneller, weniger Schmerzen, weniger Komplikationen
| Parameter | Stapler (DCSD) | Klassische Methode | Signifikanz |
|---|---|---|---|
| Eingriffszeit | 7,4 min | 21,3 min | p0,001 |
| Blutverlust | 2,6 ml | 5,6 ml | p0,001 |
| Intraoperativer Schmerz (VAS) | 2,4 | 6,4 | p0,001 |
| Postoperativer Schmerz 24 h (VAS) | 1,8 | 3,4 | p0,001 |
| Heilungszeit | 12,2 Tage | 14,2 Tage | p0,001 |
| Komplikationen | 4,3% | 12,3% | p0,05 |
| Schwere Schwellung | 0,7% | 5,8% | p0,05 |
| Kosmetische Zufriedenheit | 99,3% | 92,8% | p0,05 |
Die Komplikationsrate sank um fast das Dreifache (4,3 % vs. 12,3 %), und eine schwere Schwellung trat nur bei 0,7 % der Kinder in der Stapler-Gruppe auf.
Wesentliche Modifikation: Markierung der Schnittlinie
Die Autoren kombinierten die Vorteile beider Methoden: Vor der Verwendung des Staplers markierten sie die Schnittlinie mit einer Naht in der „6-Uhr“- und „12-Uhr“-Position, 0,5–1,0 cm von der Eichelfurche entfernt. Dadurch führte das Gerät einen gleichmäßigen, symmetrischen Schnitt aus und eliminierte das Risiko, zu viel oder zu wenig Haut zu entfernen.
Höhere Zufriedenheit und schnellere Heilung
Die Zufriedenheit mit dem kosmetischen Ergebnis gaben 99,3 % der Familien in der Stapler-Gruppe gegenüber 92,8 % bei der klassischen Methode an. Die kürzere Heilungszeit führen die Autoren auf eine geringere Schädigung der oberflächlichen Faszie des Penis und eine bessere Durchblutung zurück.
Einschränkungen – ehrlich
Die Kosten des Eingriffs mit Stapler waren höher. Die Studie umfasste ältere Kinder (7–16 Jahre), keine Neugeborenen und Säuglinge – die Autoren weisen auf die Notwendigkeit größerer, multizentrischer Studien hin. Die korrekte Auswahl der Gerätegröße ist für die Sicherheit von entscheidender Bedeutung.
Anastomat ZSR 2.0 im Kontext pädiatrischer Patienten
Der Anastomat ZSR 2.0 gehört zur Klasse der in dieser Studie bewerteten Einweg-Stapler für die Beschneidung und ist in einer breiten Palette von Größen erhältlich – was bei Eingriffen bei jüngeren Patienten aus medizinischen Gründen von Bedeutung ist.
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Schlussfolgerungen
In einer randomisierten Studie an 284 Kindern, die aus medizinischen Gründen operiert wurden, war die modifizierte Beschneidung mit einem Einweg-Stapler einfacher, schneller, weniger schmerzhaft und mit einem geringeren Komplikationsrisiko verbunden als die klassische Methode, bei höherer Zufriedenheit mit dem kosmetischen Ergebnis.
Quelle: Rao JM, Huang H, Chen T, et al. Modified Circumcision Using the Disposable Circumcision Suture Device in Children: A Randomized Controlled Trial. Urology. 2020;143:206–211.
Inhalt für medizinische Fachkräfte bestimmt; betrifft Eingriffe, die aus medizinischen Gründen von qualifizierten Spezialisten durchgeführt werden. Ersetzt nicht die individuelle klinische Beurteilung.
Quellen
- Rao JM, Huang H, Chen T, Yang CG, Pan CZ, Deng GC, Shen LJ, Qian XH, Peng MK, Zhou HD, Peng HL. Modified circumcision using the disposable circumcision suture device in children: a randomized controlled trial. Urology. 2020;143:206–211. doi:10.1016/j.urology.2020.06.018. PMID: 32593627. In PubMed ansehen

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